Natürliche Feinde




Amazonas Seerose

Während unsere Aquarienfische ein ruhiges Leben ohne Angst und immer genug zu fressen haben, sieht es in der Natur doch etwas anders aus. Überall lauern Fressfeinde und warten nur darauf um sich einen Piranha zu schnappen. Gerade in der Trockenzeit wenn die Piranhas in kleinen Tümpeln eingeschlossen sind und diese dann langsam austrocknen, sind sie eine leichte Beute.




Es gibt verschiedene Tiere die Piranhas zum Fressen gerne haben.




Amazonas Riesenotter

Riesenotter (Pteronura brasiliensis)
Länge 2 Meter, Gewicht 35 kg
Riesenotter leben gesellig in Gruppen von 4 - 8 Tieren die gemeinsam jagen und ruhen. Sie tauchen kaum länger als 1 Minute und ernähren sich von Fischen und Krebsen. Nach einer Tragzeit von 65 - 70 Tagen bringt das Weibchen 2 -3 Junge zur Welt. Man nimmt an, dass sie bis zu 13 Jahre alt werden können. Ihre Feinde sind Jaguar, Puma und der Mensch, der sie lange wegen des begehrten Felles bejagt hat.




Kaiman

Kaiman (Caiman)
Länge 2.70 Meter, Gewicht 60 kg
Kaimane ernähren sich von Insekten, Muscheln, Weichtieren, Amphibien und Fischen. Berüchtigt sind die Tiere wegen Ihres extrem aggressiven Verhaltens. Leider wird der Kaiman immer noch wegen seiner Haut gejagt. Jährlich werden daher Millionen Tiere für den Lederhandel getötet, um der sogenannten besseren Gesellschaft Schuhe oder Handtaschen zu liefern.
piq/knipsermann




Amazonas Delphin

Amazonas Delphin (Inia geoffrensis)
Er ist mit einer Länge von 2 - 2,5 m und einem Gewicht von 85 - 160 kg der größte Flussdelfin und hat einen grau-pinkfarbenen Körper. Seine Färbung kann je nach Alter, Klarheit des Wassers, Temperatur und Ort variieren. Inias besitzen eine schmale und lange Schnauze, die mit Tasthaaren versehen ist, kleine Augen und statt einer Rückenfinne eine Rückenleiste, die nur wenn sie zum Atmen auftauchen zu sehen ist. Sie sind langsame Schwimmer und nicht so springfreudig wie z.B. Sotalias oder Meeresdelfine. Inias sind gut an das Leben im überfluteten Urwald angepasst, da sie - anders als ihre Verwandten - einen beweglichen Nacken und große, paddelförmige Flipper besitzen. Sie orten ihre Beute im trüben Wasser mittels Sonarsystem. Im Naturreservat Cuyabeno sind sie noch häufig zu sehen, wobei sie sich in der Trockenzeit (Oktober-Februar) besonders in größeren Flüssen, in der Regenzeit (März-September) hingegen in kleineren Flüssen und im überfluteten Urwald aufhalten. Nach einer Tragzeit von etwa 12 Monaten wird ein Junges geboren. Ihre Lebenserwartung liegt bei etwa 20 Jahren. Der Amazonas-Delfin gehört zu den am meisten bedrohten Delfinarten und wird in der Roten Liste der IUCN in die Kategorie "vulnerable" (verwundbar) eingestuft. Industrialisierung, Gewinnung von Rohstoffen und die damit verbundenen Veränderungen ihrer Lebensräume, sowie die fortschreitende Verschmutzung der Gewässer stellen für diese Art eine große Bedrohung dar.




Trotz dieser Fressfeinde wird der Piranha durch diese nicht ausgerottet, weil alles in Symbiose miteinander lebt. Dies ging auch viele Millionen Jahre gut, bis der Mensch dachte er müsse den Urwald nach seinen Vorstellungen verändern und ausbeuten. Um zu begreifen wie groß der Schaden ist den man anrichtet, wenn man auch nur ein Teil dieser Symbiose entfernt sollte man sich am Beispiel eines "Piranhabaumes" ansehen. Der Piranhabaum ist ein Beispiel für die hochkomplexen Symbiosen am Amazonas. Er hat normalerweise giftige Blätter, aber in einem bestimmten Monat treibt er ungiftige Blätter und lockt damit Schmetterlinge an. Die fressen sich voll und verpuppen sich an dem Baum. Prompt treibt er wieder seine gewohnt giftigen Blätter. Wenn die Raupen später schlüpfen, bestäuben sie den Piranhabaum, nun kann er Samen treiben und die Schmetterlinge fliegen wieder davon. So hat er sich die Bestäubung gesichert.
Warum er Piranhabaum heißt? Bei dem ganzen Theater fällt viel ins Wasser, das lockt Mikroben an, das wiederum kleine Fische und oben auf der Nahrungskette des Wassers sitzt der Piranha.
Die Bäume sind sechs Monate im Jahr zum großen Teil überschwemmt. Früchte und Samen fallen in das Wasser und werden von den Fischen gefressen. Die danken es dem Boden mit Dünger, der wieder von den Bäumen aufgenommen wird. Nur so kann das System überleben. übrigens sind 80% der Fische im Amazonas Vegetarier.
Epiphyten, besonders Bromelien kann man en Masse sehen oder Ameisen, die ihre Wirtspflanze perfekt vor der Zerstörung durch andere Insekten schützen. Dafür spendiert die Wirtspflanze den Ameisen Drinks, also Saft. Eine Symbiose zwischen einer Bar und Soldaten.

Wieder so eine erstaunliche Zahl: 30% der Biomasse am Amazonas sind Ameisen.